Seite 28. Spieltag
Novakovic verhilft zum siebten Heimsieg in Folge
Beide Mannschaften spielten schwach doch der 1. FC Köln gewinnt gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:0. Es ist der Siebte Heimsieg im eigenen Rheinenergiestadion. Das erlösende Tor schoss Milivoje Novakovic in letzter Sekunde.
KÖLN - Goalgetter Milivoje Novakovic hat dem 1. FC Köln in allerletzter Sekunde einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg gerettet. Mit seinem 12. Saisontreffer sicherte der Slowene den Rheinländern am Sonntag ein 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg.
Köln liegt nun mit 35 Punkten klar vor den Bundesliga-Abstiegsrängen, die Gäste aus Franken mussten einen Rückschlag im Rennen um Fußball- Europa hinnehmen. Für den „Club“ war es die erste Auswärtspleite nach zuletzt fünf Partien ohne Niederlage in der Fremde. 49 000 Zuschauer im RheinEnergieStadion sahen allerdings eine schwache Partie beider Mannschaften. (dpa)
FC schlägt in letzter Sekunde zu
Von Joachim Schmidt
KÖLN - Es waren Emotionen pur. Die Müngersdorfer Arena schien in ihren Grundfesten zu erschüttern, der Lärmpegel der 49 000 Zuschauer steuerte die Schmerzgrenze an. Die zweiminütige Nachspielzeit war bis auf eine Sekunde aufgebraucht, da landete der Ball im Gästetor. Während Nürnberger Spieler in sich zusammensackten und fassungslos am Boden kauerten, stürmte Michael Rensing über den gesamten Platz nach vorne und warf sich auf den Jubelknubbel. „Wir haben ja hier in der Rückrunde schon denkwürdige Heimsiege gefeiert, aber irgendwie schaffen wir immer noch eine Steigerung“, frohlockte der Torhüter nach dem 1:0, das Milivoje Novakovic mit dem Abpfiff gelungen war.
Als Glücksbringer für den Erfolg durfte sich Kunstturn-Star Fabian Hambüchen gratulieren lassen. Der verletzte Welt- und Europameister, der seit fünf Jahren Ehrenmitglied ist, gestern aber erstmals live im Kölner Stadion war, meinte mit großen Augen: „Ich hab ja selbst schon viel Emotionales im Sport mitgemacht. Aber so eine Stimmung, nein, die habe ich noch nie erlebt. Das war ja gewaltig!“
Das war der siebte Kölner Erfolg in Folge auch irgendwie. Denn solch eine Serie hat der Club seit dem letzten Titelgewinn vor 33 Jahren nicht mehr erlebt. Damals gelangen der von Hennes Weisweiler betreuten Meister-Elf zwischen dem 24. September 1977 und dem 11. Februar 1978 neun Heimsiege in Serie.
„Jetzt ist Frank Schaefer besser als Christoph Daum, wenn man die Statistik sieht“, stellte Lukas Podolski fest. Unter Daum waren in der Spielzeit 87 / 88 sechs Heimsiege hintereinander gelungen. „Die Serie ist für mich sekundär. Ich bin nur auf den Klassenerhalt fokussiert. Ich will mit dieser Mannschaft erfolgreich über die Zielgerade kommen“, wehrte Schaefer alle Vergleiche mit Vorgängern ab.
Der Trainer war mehr als nur erleichtert, dass es noch zu diesem Sieg gereicht hatte. „Ich hätte auch das 0:0 mitgenommen. Das war ja heute ein einziger Abnutzungskampf. Die Nürnberger haben bewiesen, weshalb sie die letzten sechs Auswärtsspiele nicht verloren haben und das zweitbeste Team der Rückrunde waren. Umso glücklicher bin ich, dass wir dem Klassenerhalt ein weiteres Stück näher gekommen sind“, meinte Schaefer, der seine Verfassung nach dem intensiven Spiel als „leer und platt“ beschrieb.
Von Beginn an dominierten verbissen geführte Mittelfeldduelle und daraus resultierende Abspielfehler die Partie, die arm an spielerischen Feinheiten und Torraumszenen war. Nach dem Wechsel nahm das grobschlächtige und hitzige Ringen der Spieler noch mehr Raum ein. Bei einem anderen Schiedsrichter als dem besonnenen und ruhigen Florian Meyer hätte die Partie in einer Gelb-Flut plus Platzverweisen ausarten können. Zu den Rot-gefährdeten Kandidaten gehörte Nürnbergs Kapitän Andreas Wolf. Der hatte nach einem Duell mit Youssef Mohamad ebenso wie der Kölner Gelb gesehen und wurde nach gut einer Stunde von Nürnbergs Coach Dieter Hecking vom Feld geholt, um ihn vor sich selbst zu schützen.
Von der Auswechselbank aus erlebte Wolf dann den Kölner Siegtreffer. Dem ging ein Doppelpass zwischen dem gestern sonst mäßigen Lukas Podolski und dem quirligen und engagierten Slawomir Peszko voraus. Dann passte der polnische Nationalspieler quer nach innen, wo Milivoje Novakovic freistehend aus fünf Metern einschieben konnte. Es war sein zwölfter Saisontreffer.
„Das war aufgrund seiner Entstehung ein Supertor, ein Traumtor. Schade, dass jetzt die meisten nur vom Glückstor sprechen, weil es in der Schlusssekunde erzielt wurde“, merkte Schaefer an und lobte seine Mannschaft: „Wenn man so bis zum Schluss Gas gibt, dann ist das kein Zufall, dann ist das Qualität.“
| Einzelkritik | |
| Michael Rensing | 3+ |
| Miso Brecko | 3- |
| Pedro Geromel | 2 |
| Youssef Mohamad | 3 |
| Christian Eichner | 3 |
| Martin Lanig | 4+ |
| Mato Jajalo | 3+ |
| Slawomir Peszko | 2- |
| Lukas Podolski | 3- |
| Christian Clemens | 4- |
| Milivoje Novakovic | 2- |
| Adil Chihi | 4 |
(Quelle: Kölnische Rundschau vom 04.04.2011)
Ergebnisse:
| Rang | VR | Emblem | Verein | Sp | S | U | N | T | TD | P | Quali |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | (1) | ![]() |
Borussia Dortmund | 28 | 20 | 5 | 3 | 58:17 | +41 | 65 | CL |
| 2 | (2) | ![]() |
Bayer 04 Leverkusen | 28 | 17 | 7 | 4 | 57:34 | +23 | 58 | CL |
| 3 | (4) | ![]() |
Bayern München (M, P) | 28 | 15 | 6 | 7 | 60:34 | +26 | 51 | CLQ |
| 4 | (3) | ![]() |
Hannover 96 | 28 | 16 | 2 | 10 | 40:40 | 0 | 50 | EL |
| 5 | (5) | ![]() |
1. FSV Mainz 05 | 28 | 14 | 3 | 11 | 43:35 | +8 | 45 | EL |
| 6 | (6) | ![]() |
1. FC Nürnberg | 28 | 12 | 6 | 10 | 42:37 | +5 | 42 | |
| 7 | (7) | ![]() |
Hamburger SV | 28 | 12 | 5 | 11 | 43:44 | -1 | 41 | |
| 8 | (8) | ![]() |
SC Freiburg | 28 | 11 | 5 | 12 | 35:39 | -4 | 38 | |
| 9 | (9) | ![]() |
1899 Hoffenheim | 28 | 9 | 10 | 9 | 42:39 | +3 | 37 | |
| 10 | (11) | ![]() |
1. FC Köln | 28 | 10 | 5 | 13 | 38:49 | -11 | 35 | |
| 11 | (10) | ![]() |
FC Schalke 04 | 27 | 9 | 6 | 12 | 31:33 | -2 | 33 | |
| 12 | (12) | ![]() |
Werder Bremen | 28 | 8 | 9 | 11 | 38:54 | -16 | 33 | |
| 13 | (14) | ![]() |
Eintracht Frankfurt | 28 | 9 | 5 | 14 | 28:38 | -10 | 32 | |
| 14 | (13) | ![]() |
1. FC Kaiserslautern (N) | 28 | 8 | 7 | 13 | 36:44 | -8 | 31 | |
| 15 | (15) | ![]() |
VfB Stuttgart | 28 | 8 | 6 | 14 | 47:50 | -3 | 30 | |
| 16 | (17) | ![]() |
VfL Wolfsburg | 28 | 6 | 10 | 12 | 32:41 | -9 | 28 | Ab-Rel |
| 17 | (16) | ![]() |
FC St. Pauli (N) | 27 | 8 | 4 | 15 | 29:47 | -18 | 28 | Ab |
| 18 | (18) | ![]() |
Borussia Mönchengladbach | 28 | 6 | 5 | 17 | 38:62 | -24 | 23 | Ab |
Vorschau 29. Spieltag
Termin
Begegnung
Ergebnis
Informationen
Fr., 08.04., 20:30 h
Eintracht Frankfurt gegen: Werder Bremen
-:-
History
Sa., 09.04., 15:30 h
1. FC Nürnberg gegen: Bayern München
-:-
History
Sa., 09.04., 15:30 h
SC Freiburg gegen: 1899 Hoffenheim
-:-
History
Sa., 09.04., 15:30 h
Hamburger SV gegen: Borussia Dortmund
-:-
History
Sa., 09.04., 15:30 h
FC Schalke 04 gegen: VfL Wolfsburg
-:-
History
Sa., 09.04., 15:30 h
Hannover 96 gegen: 1. FSV Mainz 05
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History
Sa., 09.04., 18:30 h
VfB Stuttgart gegen: 1. FC Kaiserslautern
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History
So., 10.04., 15:30 h
Borussia Mönchengladbach gegen: 1. FC Köln
-:-
History
So., 10.04., 17:30 h
Bayer 04 Leverkusen gegen: FC St. Pauli
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