Seite "Aktuell"
Der Ehemann fragt beim Mittagessen seine Frau: "Du, das neue Pilzgericht
schmeckt aber irgendwie seltsam. Hast du das aus deinem neuen Kochbuch?"
"Nein, aus dem letzten Tatort!"
Eine Frau beim Zahnarzt: "Ich weiß nicht, was schlimmer ist:
an den Zähnen gebohrt zu werden, oder ein Kind zu bekommen.
Arzt: "Sie müssen sich schon entscheiden, damit ich den Stuhl
entsprechend einstellen kann."
E-Mails preisen falschen Windows XP Patch an
Sichern Sie Ihren PC und machen Sie alle Updates!“ Diese Direktive wird
zu Recht von Softwareherstellern und Computerexperten ausgegeben. Dabei
versteht es sich von selbst, dass die Updates und Patches vom Originalhersteller
bezogen werden sollten. Jetzt haben sich Spamversender allerdings die
Bequemlichkeit vieler User zu Nutze gemacht. Die Masche der Cyberkriminellen
ist dabei einfach und zugleich erfolgreich: Sie versprechen ein „Windows XP
SP3 Critical Update“ in der Betreffzeile und verleiten den Empfänger dazu,
den an die Mail angehängten Ordner zu öffnen. Dieser Ordner entpuppt sich
jedoch als exe-Datei, die durch ein verändertes Icon als Ordner getarnt wurde.
Die Installation der exe-Datei schleust einen E-Mail-Wurm auf den Rechner.
Die Folge: Sie werden zum unerwünschten Weiterverbreiter dieses Wurms
und ihr Rechner ist infiziert. „Dieser Schädling ist ein eher altmodischer
E-Mail-Wurm. Allerdings ist die Tarnung der Datei hinter einem Ordnersymbol
interessant. Diese Masche ist ein ganz schön hinterhältiger Trick, um User zu
täuschen. Wer in Hektik ist und ‚nur mal schnell‘ nachsehen will, was sich in
dem Ordner befindet, oder gar nicht weiß, dass eine Datei ein anderes Icon
haben kann, der handelt sich leider schnell Ärger ein. Es lohnt sich, genau
hinzusehen!“, erläutert Ralf Benzmüller, Leiter des G DATA Security Labs.
4.400 Euro Schaden nach Einkauf in Onlineshop
Bei Tausenden deutscher Kreditkarten-Kunden geht die Angst um: Wegen
des Verdachts auf Datenklau bei einem Dienstleister in Spanien starteten
die deutschen Banken eine gigantische Rückrufaktion für Kreditkarten.
Mittlerweile wurden mehr als 100.000 Karten eingezogen. Dass die Angst
vor Datenmissbrauch nicht unbegründet ist, zeigte jetzt auch ein Vorfall
bei einem COMPUTERBILD-Test von Internetshops: Ein Kreditkartenkonto
wurde geplündert, der Schaden beträgt mehr als 4.400 Euro. Von einer eigens
für einen Test in Deutschland angeschafften Kreditkarte wurden innerhalb
weniger Minuten sieben Beträge zwischen 280 und 1.288 Euro abgebucht.
Betrüger waren an die Kreditkartendaten gelangt und hatten dann damit in
einem italienischen Online-Reisebüro bezahlt. Alexander Krug von
COMPUTERBILD: "Zwei Gründe sind am wahrscheinlichsten: Entweder
hat sich jemand illegal Zugriff auf die Datenbank eines der deutschen
Internetshops verschafft oder die Daten wurden im Internet von Kriminellen
abgefangen." Der Test zeigt: Viele Online-Shops öffnen solchen kriminellen
Machenschaften fahrlässig Tür und Tor, denn sie übertragen Kundendaten
unverschlüsselt. Betrüger können so Kreditkartendaten relativ einfach
ausspähen und missbrauchen. Die Zeitschrift rät deshalb allen Verbrauchern,
bei Bestellungen im Internet nur per Lastschrift oder Rechnung zu bezahlen.
Per Lastschrift lassen sich ungerechtfertigte Abbuchungen ohne Angabe von
Gründen innerhalb einer Frist rückgängig machen, diese Frist beträgt in der
Regel sechs Wochen. Wer auf Rechnung kauft, bezahlt erst dann, wenn die
Ware ohne Mängel zu Hause angekommen ist - ungerechtfertigte Abbuchungen
Sind hier praktisch ausgeschlossen.
- Internationale Funkausstellung in Berlin
- Tag der Raumfahrt in Köln
- Photokina in Köln
- Termine für die Kolpingsfamilie Euskirchen
- Stadt Bonn, Kultur, Termine
weitere Infos und Termine unter:
GRABRÄUBER
Drei Sarkophage waren bei Ausgrabungen im Auftrag des Rheinischen Amtes für
Bodendenkmalpflege 2003 in Weilerswist-Vernich auf dem Gelände einer stark be-festigten römischen Landvilla entdeckt und später von Grabräubern ausgeplündert worden. Außer einem Glasgefäß und einer Keramikschale hatten die Archäologen keine Grabbeigaben mehr vorgefunden. Wie LVR-Sprecherin Birgit Ströter gestern der Rundschau erläuterte, wird derzeit immer noch „in alle Richtungen" nach den möglichen Tätern ermittelt. Abdrücke im Bodensediment der Sarkophage hätten er-geben, dass von den Räubern Glasgefäße entwendet worden seien. Bislang sind aber noch keine entsprechenden Objekte bei Auktionen oder bei eBay aufgetaucht, die aus den Sarkophagen stammen könnten. Offenbar wollen die Diebe erst Gras über die Sache wachsen lassen. (wps/pe)

Römer lag unter Goldbrokat aus Asien
Forscher machten sensationelle Entdeckung am ausgeraubten Sarkophag aus
Weilerswist
von WULF-PETER SCHROEDERMECKENHEIM/WEILERSWIST.Die Sensation ist perfekt-. Ausgerechnet in einem schlichten Sandstein-Sarkophag des 3. Jahrhunderts aus Weilerswist-Vernich wiesen Kölner Forscher erstmals außerhalb von Syrien und Ägypten einen aus afghanischem Kaschmirhaar, indischer Rohseide und feinsten Goldfäden gewirkten kostbaren Goldbrokat nach. Das Ergebnis der Untersuchungen wurde gestern im Depot des Rheinischen Landesmuseums in Meckenheim von Museumschefin Dr. Gabriele Uelsberg und dem Vize des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege, Dr. Helmut Luley, vorgestellt.In Vernich waren im Sommer 2003 drei antike Sarkophage ausgeraubt worden. Neben wenigen Grabbeigaben stand den Forschern lediglich die stark verkrustete Sedimentschicht für Untersuchungen zur Verfügung, in die die Goldfäden und Gewebereste „eingebacken" waren.In dem Sediment waren mit bloßem Auge nur die Goldfäden sichtbar. Die schwierigen Untersuchungen des Instituts für Restaurierung und Konservierung von Kunst und Kulturgut der Fachhochschule Köln führten schließlich zu sensationellen Ergebnissen, die für das Rheinland von einzigartiger kulturgeschichtlicher Bedeutung sind, so die Kölner Forscherin Professor Dr. Annemarie Stauffer.So konnte durch mikrochemische und rasterelektronische Untersuchungen festgestellt werden, dass die Goldfäden aus einer unvergleichlich feinen, auf drei tausendstel Millimeter ausgehämmerten Folie aus reinem Gold hergestellt wurden.Mit der Folie waren feinste Haare der Kaschmirziege aus Ost-Afghanistan umwickelt, und diese Goldfäden waren wiederum in ein blaues oder violett-blaues Tuch aus Kaschmirhaar und indischer oder mongolischer Rohseide eingewebt. Als Färbemittel hatte nicht, wie zunächst angenommen, Purpur, sondern des Saft einer chinesischen Rhabarber-Art gedient. Wie heute noch zählte auch in der Antike Kaschmirhaar zu den edelsten und teuersten Materialien, nicht zuletzt deshalb, weil die Kaschmirfaser - ebenso wie die Seide - nicht im römischen Reich hergestellt werden konnte, sondern auf den alten Handelsstraßen aus Asien zunächst nach Syrien gelangte, wo die wertvollen Materialien verarbeitet wurden. Nur dort und in spätantiken ägyptischen Gräbern waren derartige Goldbrokatstoffe bisher bekannt. Wie die heutige Haute Couture galten sie als Statussymbole ihrer Besitzer. Der Stoff aus Vernich hatte ursprünglich den Leichnam ganzflächig bedeckt. Vergleichbare Stoffe wurden bisher im gesamten römischen Reich nicht nachgewiesen.Alle drei bei Weilerswist entdeckten Sarkophage waren übrigens wiederverwendetworden und stammten., urspünglich von einer Gräberstraße in Bonn, wo sie auf Podesten aufgestellt waren. Die Aufschrift auf dem prächtigten Sarkophag weist auf die „Erste Minervische Legion" hin, die damals in Bonn stationiert war. Zwei „Steinkisten" aus Nidegger Sandstein und lothringischem Muschelkalk stammen aus den Jahren 211 bis 222 n. Chr. und waren bereits als Sarkophage genutzt worden, der dritte besteht aus rotem Sandstein und wurde zuvor als Brunnenschale verwendet.
Die Sarkophage sind vom 13. März bis 28. August auch in der Landesausstellung „Von Anfang an, Archäologie in Nordrhein-Westfalen" im Römisch-Germanischen Museum in Köln zu sehen. Gezeigt werden Funde und Ausgrabungsergebnisse der Jahre 2000 bis 2005.
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